Lichtblicke für die Frauen in Guinea

 Armut, „eine unendliche Geschichte"? 

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Guinea, der westafrikanische Staat mit Hauptstadt Conakry, war eine ehemalige Kolonie Frankreichs. Das Land verfügt über reiche Vorkommen von Bauxit, Eisenerz, Gold, Diamanten und anderen Mineralien, doch diese werden hauptsächlich von ausländischen multinationalen Konzernen abgebaut und somit fließt der Erlös auch in deren Kassen.
 
Viele Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Misswirtschaft und Korruption haben die Wirtschaft nachhaltig geschädigt. Überall fehlt die Basisinfrastruktur und internationale Hilfe wird nur punktuell gewährleistet.

Die Landwirtschaft ist für 90% der Einwohner Haupteinnahmequelle. Sie leben vom Verkauf ihrer Erzeugnisse: Palmöl, Reis, Honig, Karité- und Erdnussbutter. Die Hälfte der Einwohner muss mit weniger als einem Euro am Tag auskommen. Die Analphabetenquote liegt bei 56%.

 

 Schwerpunkt: Hygiene 

Die meisten Gesundheitseinrichtungen Guineas erfüllen nicht die Mindestnormen: Abfälle landen auf den Straßen oder bleiben vor den Häusern liegen, Nahrungsmittel sind nicht geschützt, es fehlt an sauberem Trinkwasser und Abwasserentsorgungen gibt es nicht. Alle Voraussetzungen für Krankheitsübertragungen sind somit gegeben. Viele Kinder leben mit ihren Familien in beengten und unhygienischen Verhältnissen. Sie haben kein sauberes Wasser und keine Toilette. Es gibt weder Wasser- noch Abwasserleitungen.
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Viele Menschen leben auf schmutzigem Boden, haben keine festen Häuser. Bei Regen müssen sie durch Dreck und Schlamm waten. Ihre Abfälle werden nicht beseitigt. Die Infektionsrate mit Krankheitserregern kann deutlich gesenkt werden durch: sauberes Wasser, saubere Toiletten, konsequente Sauberkeit und Vorsicht beim Zubereiten von Speisen und Getränken.

 Frauengruppierungen 

Bereits 2008 bereiste Annette Kappenstein, Mitverantwortliche des Eynattener Weltladens, das Land und steht seither in engem Kontakt mit Partnerinnen vor Ort. Innerhalb der Guineer Bauernföderation ist ein Guineer Frauenrat entstanden. Lokale Frauengruppen können mit Unterstützung von Kleinkrediten (cafodec), technischer Hilfe (ATC),der Einführung in Verwaltungsarbeiten und Bedienen von Maschinen (Aguidep) verschiedene Maschinen ankaufen und einsetzen. Mit diesen Krediten konnten Reisschälmaschinen, Palmnussölpressen oder Wasserpumpen angeschafft werden

Was die Frauen aber beschäftigte waren die Fragen, wie die Kindersterblichkeit verhindert oder vermindert werden kann, was bei Durchfällen zu tun ist, ... Sehr schnell stellte sich heraus, dass es in vielen Bereichen an Hygiene mangelt und an Information zur Bekämpfung dieses Problems. Seitdem sind Hygiene-Animatorinnen ausgebildet worden, die regelmäßig Schulungen mit den Dorffrauen durchführen. Die Folge: Müll wird eingesammelt, öffentliche Toiletten, Krankenstationen und Schulen werden von Freiwilligen geputzt.

Auch wird die Wichtigkeit der Handhygiene unterstrichen beim Versorgen der Babys, beim Zubereiten von Speisen, ... Die Einführung von Hand betriebenen Holzwaschmaschinen bedeutet eine Revolution für die Frauen.

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 Konkrete Hilfe 

 Der Weltladen arbeitet für dieses Projekt zusammen mit Trias, einer Entwicklungsorganisation, deren Hauptsitz sich in Brüssel befindet. Diese unterstützt und lanciert vor allem Projekte inländlichen Gemeinden. Die bereits in 10 Probedörfern gestarteten Projekte werden auf weitere Dörfer ausgedehnt.

 Maßnahmen 

Guinea - 4-  Einsetzen von Frauenräten
-  Ausbildung von Hygiene-Animatorinnen
-  Bewusstseinsbildung in den Dörfern und in den Schulen
                      im Bereich Gesundheit und Hygiene
-  Gewähren von Kleinkrediten
-  Vermitteln von effektiveren Anbaumethoden
-  Einführung von Produktions– und
                                Vermarktungsmethoden
-  Bau und Unterhalt von Toiletten
-  Förderung des Händewaschens mit Seife
-  Einführung von handbetriebenen Holzwaschmaschinen
-  Sauberhalten der öffentlichen Gebäude
-  Getrennte Müllentsorgung


  Helfen auch Sie dabei ! 

Aktion Faire Ostern
Schokoladen-Ostereier aus fairem Handel
100 g — 3,00 EUR
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Solidaritätsmarsch am 1. Mai in Eynatten
Start : von 9 bis 14 Uhr — Schützenhalle (hinter der Sporthalle) - Eynatten
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Spenden auf Konto
BE49 8334 9310 0271 - Weltladen-Projekte VoG
Mitteilung : „Jahresprojekt Guinea"